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M/S "Gleichberg",  - Y5CM -

21.08.1989 - 23.10.1989

Kapt. J.-H. Bruns

Ich war pünktlich an Bord, übernahm meinen Bereich und konnte an diesem Abend leider nicht nach Hause, da morgen früh zeitig Verholen sein sollte. Wir verholten zum Fischereihafen nach Marienehe. Im Fischereihafen ging es nicht so streng bei den Kontrollen zu wie im Überseehafen.

Am Wochenende besuchte mich mein Bruder, er blieb über Nacht mit an Bord, und so konnte ich ihm in aller Ruhe das Schiff zeigen. Am Abend machten wir es uns an Bord in der Messe mit den anderen Besatzungsmitgliedern gemütlich und quatschten über Gott und die Welt. Es gefiel meinem Bruder an Bord sehr.

Der August war zu Ende, im September sollte es in die Werft gehen. Am 04. September verholten wir zur Warnow-Werft nach Warnemünde und machten am Liegeplatz 6 fest. Für die Rostocker war die Werftzeit ideal, da wir fast jeden Abend nach Hause fahren konnten. Die erste Zeit war ja nicht viel los in der Werft.

Auf M/S "Kahleberg" hatten einige Besatzungsmitglieder Durchfall, wir mussten mit unserer Besatzung aushelfen. Sieben Besatzungsmitglieder leisteten sozialistische Hilfe.

Ich hatte mich irgendwo total erkältet, nun war noch Fieber dazu gekommen. Ich ging zum Werftarzt, dort wurde ich sofort krankgeschrieben und nach Hause geschickt. Kurierte meine Erkältung aus, bis zum 06.10. war ich krankgeschrieben. Ab 09. Oktober war ich wieder an Bord.

Die "Gleichberg" lag im Dock. Bis zum 23. Oktober ging unsere Einsatzzeit, ich bereitete alles für die Übergabe vor und machte meine Abrechnung.

Einen Tag später begann der Urlaub. In diesem Urlaub veränderte sich die Welt, besonders die deutsche. Was auf uns zukam, wusste Gott sei Dank noch niemand, ich auch nicht.

Gerhard

   

Unsere DSR-Seefahrt - Kap. 39 - GBERG1: 21.08.2015

   

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