M/S "Klosterfelde",  - Y5CZ -

26.03.1987 - 16.05.1987

Kapt. Ullrich Hoeft

Ich hatte ein paar freie Tage abgegolten und einen kleinen SVK-Urlaub eingeschoben, damit ich wieder mit ganzer Kraft meiner Arbeit auf M/S „Klosterfelde” (ist noch ein Holzframo, wie auch frueher die „Radeberg”) nachgehen kann.

Nach Auslaufen Rostock am 27.03. ging es rechts herum Richtung Finnland nach Turku, wo wir am 28.03. gegen 18.30 Uhr einliefen. Am letzten Tag des Monats verliessen wir den Hafen wieder und versegelten nach Kotka (Finnland). Dort bekamen wir den Rest Holzladung fuer Griechenland. Um Mitternacht des 04.04.1987 verliessen wir Kotka.

Am 06.04. 16.30 Uhr waren wir in der Schleuse in Kiel, die Durchfahrt verlief reibungslos, denn am 07.04. hatten wir Zeit fuer ein Bootsmanoever. Der 09.04. wurde uns durch eine Arbeitsschutzversammlung versuesst. Und so ging es noch weiter - ein Bereitschaftsmanoever Stufe I wurde angeordnet, sowie am Sonntag nach der Coffeetime die beliebte Manoeverauswertung.

Endlich wurde es waermer, und wir hatten eine recht ruhige Woche. Die Holzlaschinge hielten, und es war ein schoenes Fahren durch das Mittelmeer. Es war schon Mitte April, und es ging auf Ostern zu, wir waren kurz vor Griechenland.

16.04. - wir liefen um 06.00 Uhr in Patras ein, aber schon um 15.00 Uhr wieder aus. Bis nach Elefsis ist es nicht weit. Am 17.04. erreichten wir die Reede, wir sollten ein paar Tage liegen, also wurde es ein schoenes und ruhiges Osterfest. Endlich ein paar Tage Reede - Zeit zum „Ausruhen und Entspannen”. Also ganz normaler Schiffsalltag: Entrosten, Malen, Lade- und Loeschklarmachen und natuerlich - sich aufschiessen. Am 21.04.1987 war die Reedezeit zu Ende, um 15.00 Uhr liefen wir in Elefsis ein. Der Hafendurchlauf ging ohne Probleme vonstatten.

Am 25.04. um 12.30 Uhr verliessen wir den Hafen und versegelten nach Saloniki. ”Fall Anker” hiess es am 26.04.1987 um 09.00 Uhr. Es wurde ein fast ruhiger Tag, die Holzladung wurde loeschklar gemacht. Am 27.04. 16.30 liefen wir in den Hafen ein. Auch hier war wieder Zeit, die Hafenstadt etwas kennenzulernen.

”Klar Vorn und Achtern” hiess es am 29.04. um 13.00 Uhr. Wir versegelten nach Heraklion, wo wir einen Tag spaeter gegen 15.00 Uhr ankamen, gleich einliefen, und somit hatten wir den April 1987 geschafft.

Der 02. Mai war Auslauftag aus Heraklion (Insel Kreta), es ging langsam in Richtung Heimat, wir brauchten nur knapp zwei Tage bis Susse in Tunesien, wo wir Salz holten. Vom 04.04.1987 16.30 Uhr bis 07.04.1987 11.00 Uhr war auch hier Zeit, an Land zu gehen.

Weiter ging es Richtung Heimat, aber um nach Hause zu kommen, mussten wir noch einmal in Ceuta Halt machen. Von 11.30 Uhr bis 14.00 Uhr wurde unsere „Klosterfelde” bebunkert, dann ging es weiter.

Am 15.04. kamen wir vor der NOK-Schleuse an. Von 20.30 Uhr bis 22.30 Uhr waren wir in der Schleuse in Brunsbuettel und begann die Kanalpassage, die bis zum naechsten Morgen um 05.00 Uhr ging, denn von 05.15 Uhr bis 06.15 Uhr waren wir in der Schleuse Kiel- Holtenau.

Nun war es nicht mehr weit bis nach Hause. Nach gut acht Stunden kamen wir in Rostock an. Wie immer wurden wir zuerst vom Zoll und den Grenzbehoerden begruesst. Die Ressortleiter machten alles zur Uebergabe fertig. Und am Sonntag, dem 17.05.1987, fuhren wir in die Freizeit.

Gerhard

   


www.DSR-Seefahrt.de 14.12.2007 Nach oben ^