M/S "Glauchau", Typ Neptun - Y5FP -

26.11.1983 - 01.03.1984

Kapt. Heinrich Schroeder, Kapt. Sorge

Puenktlich waren wir wieder alle am Treffpunkt, und unsere Interflugcrew und ihr "Silbervogel" - unsere Flugmaschine hob sich von allen anderen Maschinen durch ihre Russ verschmierte Aussenhaut ab - brachten uns wieder gut nach Milano (Mailand), wo uns ein Bus erwartete und uns quer durch Italien nach Marina de Carrara zu unserem Schiff M/S "Glauchau" brachte. Die Abloesung verlief wie immer reibungslos, jeder uebernahm sein Ressort und die Reise konnte beginnen. 

Diesmal ging die Reise nach Ablaufen Marina de Carrara ueber Genova, Marseille, Valencia, Larnarca, Kuweit, Dammam, Jeddah, Sharjah nach Rijeka, Victor-Lenac-Werft. Auch das war wieder eine Doppelreise. 

Die erste Rundreise mit Kapitaen Sorge war etwas aussergewoehnlich, denn wir verloren einen Anker mit allen Kettenlaengen, und das Kuriose war, der Anker verabschiedete sich auf Reede bei ruhiger See und Windstille. Den ganzen Tag suchten wir nach dem Anker, aber er war weg. Nun hiess es, sich etwas einfallen zu lassen, denn bis zum Suezkanal mussten zwei fallbereite Anker vorhanden sein. Es musste der Ersatzanker ausgebracht werden und die vorhandene Ankerkette wurde halbiert. Eine Arbeit fuer ganze Maenner. Unser ENO Herr Greipel hatte aber alles im Griff. Bis nach Marseille mussten wir so fahren, dann kamen endlich Ausruestung, Proviant, Getraenke und ein neuer Anker mit den erforderlichen Kettenlaengen. 

Auf der zweiten Rundreise mussten wir dann wieder den alten Zustand herstellen, aber wir waren ja nun geuebt, es ging also alles recht schnell. Diese Reise verlief ohne Zwischenfaelle, bis wir in Rijeka ankamen. In Rijeka war wieder Werftzeit bei Victor-Lenac angesagt. Fuer uns war es aber mal an der Zeit, abgeloest zu werden.

Es folgte ein kurzer Urlaub von 20 Tagen.

Gerhard

   


www.DSR-Seefahrt.de 14.12.2007 Nach oben ^