2. Zwischenspiel, M/S "Neubrandenburg", Typ XD - DDXT - |
24.05.1976 - 25.05.1976 |
(von 08.00 Uhr bis 17.00 Uhr/Tagestoern) |
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Anfang Mai wurde ich nach Rostock bestellt, wieder wurde ich befragt. Nichts Genaues erfuhr
man ja nicht, also zog ich erst einmal im "Haus Sonne" ein. Nach einer Woche wurde das
Leben zu teuer, ich fuhr nach Hause.
Schon eine Woche spaeter war ich wieder in Rostock. Ich fuhr zu meiner "Flottenmutti", Frau Wagner (Kruemel). Ich wurde zum Patriotischen Weg geschickt, musste meinen Behelfsausweis abgeben und bekam ein nagelneues Seefahrtsbuch. Zwei Tage "Haus Sonne". Dann sollte ich auf M/S "Neubrandenburg" aufsteigen. Ich dachte nur, so schnell wie moeglich weg! Nicht, dass wieder etwas dazwischenkommt. Doch schon am anderen Tag hiess es wieder absteigen, abmustern und zur Arbeitskraeftelenkung. Ich dachte schon, nun ist es wirklich aus, da hat vielleicht doch jemand das beruehmte Haar in der Suppe gefunden. Meine "Flottenmutti" hat mir wohl angesehen, was in mir vorging. Sie sagte: "Sie muessen auf ein anderes Schiff, mit einem Seemann tauschen. Sie muessen sich beeilen. Melden Sie sich gleich an Bord und gehen Sie gleich anmustern." Gegen 16.00 Uhr sollte die "Karl Marx" auslaufen. Ich dueste in Windeseile an Bord, anschliessend zum Seefahrtsamt und zum Impfen, und dann wieder zurueck an Bord. Aber das Auslaufen verschob sich, und ich war voller Ungeduld. Nicht, dass wieder etwas passierte! Aber endlich ging es los. Gerhard
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