GTS Fritz Heckert - Erstes Zwischenspiel

ca. vier Monate

Nach Abgeltung meiner freien Tage musste ich auf GTS "Fritz Heckert" aufsteigen. Das schoene weisse Schiff lag schon lange in Wismar fest. Es sah auch nicht mehr so richtig schoen weiss aus. 

Auf der "Heckert" trafen sich einige Besatzungsmitglieder von der "V1" wieder. EOK (Ernst-Otto Kra…), Christine Chowa ... und noch einige andere. Dazu kamen noch Bootsmann Foerster (nur Bonie genannt), seine "rechte Hand", der Zimmermann (Timming), Mutter Huebscher, Chief Fiete Draeger, Obersteward Fritze Stemmwedel. Auch hier fehlen einige Namen von Deck und Maschine. 

Irgendwann wurde die "Heckert" nach Stralsund verholt. Ich musste Leinenwache gehen, obwohl ich gar nicht wusste, was das ist. Bonie sagte zu mir: "Du musst auf die Schleppleinen aufpassen, dass sie nicht brechen. Und wenn sie brechen, musst du abhauen, damit du die Leinen nicht um die Ohren bekommst." 

Die "Heckert" wurde ein Arbeiterwohnheim fuer FDJ-ler. Es gab sogar einen richtigen FDJ-Kapitaen. 

Im Allgemeinen war es kein schlechtes Leben auf der "Heckert". Aber an meinem Ziel, als richtiger Seemann, als Matrose zur See zu fahren, war ich immer noch nicht. Ich sehnte den Tag herbei, wieder richtig zur See zu fahren, endlich etwas anderes als nur die Kneipen von Stralsund kennenzulernen. Und nach langer Zeit kam wieder Hoffnung auf. Meine Zeit auf der "Heckert" ging zu Ende - erst einmal wieder nach Hause und Freizeit abgelten.

Gerhard

   


www.DSR-Seefahrt.de 29.12.2009 Nach oben ^